Wir können doch noch gewinnen !

TSV Harsdorf – (SG) FC Oberland  3:1 (3:0)

 

Der TSV zeigte sich von Beginn an sehr lauffreudig und bissig und ließ die favorisierten Gäste nicht ins Spiel kommen. Man presste bereits am gegnerischen Strafraum und störte so den Spielaufbau, dass die SG überwiegend mit langen Bällen agieren musste. In der elften Minute wurde das ständige Anlaufen der gegnerischen Abwehrspieler belohnt, als Gutzeit einen Querpass am Strafraum erlief und den Ball unhaltbar flach zur 1:0-Führung ins lange Eck schoss. Danach wurde der Tabellenzweite offensiver etwas besser, aber die TSV-Abwehr stand relativ sicher um den guten TW Feulner. In der 31. Minute kugelte sich Feulner bei einer Rettungsaktion gegen Groß die Schulter aus und musste verletzt vom Platz. Nachdem die Alternative Alex Masel, der als Stürmer aufgeboten war, bereits in der 10. Minute sich bei einem Zweikampf eine Nasenprellung mit starkem Nasenbluten zuzog und bereits von außen zuschauen musste, ging dann Feldspieler Felix Fischer ins Tor. Die meisten Zuschauer befürchteten, dass sich das Blatt jetzt wenden würde, aber genau das Gegenteil geschah. In der 40. Minute eroberte Huber einen zu kurz abgewehrten Ball, legte ihn vom linken auf den rechten Fuß und hämmerte die Murmel aus 20 Metern flach neben den Pfosten zum umjubelten 2:0 ins Tor. Kurz vor dem Pausenpfiff verlängerte Wesser einen Ball mit den Kopf und Gutzeit tauchte frei vor dem Gästetor auf und erhöhte überlegt auf 3:0. Unglaublich. Nach der Pause war das Nasenbluten bei Masel gestillt und der TSV hatte wieder einen gelernten Hüter zwischen den Pfosten. Die SG erhöhte den Druck, aber mit den immer wieder lang nach vorn geschlagenen Bällen konnten sie die gute TSV Abwehr nicht in Verkegenheit bringen. Nach 20 gespielten Minuten musste Fischer erneut Masel, dessen Nase wieder zu bluten begann für zehn Minuten im Tor vertreten. Gegen Ende der Partie versuchten die Gäste dann mehr mit spielerischen Mitteln zum Torerfolg zu kommenn und die Harsdorfer, bei denen die Beine schwerer wurden, mussten Schwerstarbeit verrichten. Als dann auch Schreiber verletzt vom Platz musste und Huber kaum noch laufen konnte, erzielte Schott auch fünf Minuten vor dem Ende das 3:1. Das kam aber letztlich zu spät. Schlüssel des Erfolges war eine überragende Mannschaftsleistung, wobei man Huber, der Toptorjäger Groß fast komplett ausschalten konnte und Gutzeit, der nicht nur zwei Tore erzielte, sondern auch viel nach hinten arbeitete, herausheben muss. Mit dieser Leistung muss man vor keiner Mannschaft in dieser Liga Angst haben.